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Edelmetalle |
Edelmetalle sind Metalle, die chemisch besonders widerstandsfähig sind.
Wertvolle physikalische Eigenschaften spielen ebenso eine Rolle wie ästhetische Werte.
Zu den Edelmetallen für Schmuck im Sinne des Edelmetallkontrollgesetzes zählen Gold, Silber, Platin und Palladium.
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| Ring, Silber 925, gefertigt von Isabella Rafetzeder, Zürich |
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Legierungen
Eine Legierung ist ein Gemisch aus zwei oder mehreren Metallen, meist erhalten durch das Zusammenschmelzen derselben.
Edelmetalle werden zur Veränderung von Härte, Verarbeitbarkeit und Farbe legiert.
Feingehalt, Feingehaltsangabe, Feinheit
Der Feingehalt ist eine Verhältniszahl, die angibt, wieviel Edelmetall eine Legierung enthält.
Der Feingehalt wird in Tausendsteln () angegeben.
Gold 750 bedeutet beispielsweise, dass die Legierung 750 Teile Feingold und 250 Teile andere Metalle enthält.
Verantwortlichkeitsmarke
Alle Edelmetallprodukte, die in der Schweiz gehandelt werden, müssen mit einer sogenannten Verantwortlichkeitsmarke versehen sein.
Jedes Goldschmiedeatelier besitzt von Gesetzes wegen eine eigene, beim Zentralamt für Edelmetallkontrolle eingetragene Verantwortlichkeitsmarke.
Sie ist am ehesten mit einer Unterschrift zu vergleichen: Derjenige, der seine Verantwortlichkeitsmarke auf einem Schmuckstück anbringt, übernimmt damit die Verantwortung über die materielle Zusammensetzung.
Das Verzeichnis aller registrierter Verantwortlichkeitsmarken ist öffentlich, jedermann kann sich nach einer bestimmten Marke erkundigen.
Gold
Gold ist das einzige von Natur aus gelbe Edelmetall.
Feingold ist chemisch widerstandsfähig, sehr weich und eignet sich nur beschränkt als Werkstoff.
Deshalb wird es oft mit anderen Metallen legiert.
Folgende Einfluss haben Beilegierungsmetalle auf die Farbe der Goldlegierung 750:
Palladium
Palladium ist das leichteste der Platinmetalle.
Seit 1995 gilt es in der Schweiz als gesetzliches Edelmetall.
Die gesetzlichen Palladiumfeingehalte sind: Ausser für Palladiumschmuck wird das Metall als Legierungskomponente für Weissgold verwendet.
Platin
Platin ist ein schweres Edelmetall mit einem hohen Schmelzpunkt.
In der Bijouteriebranche wird Platin zur Herstellung hochwertiger Juwelierwaren und Designschmuck gebraucht, die oft mit teuren Edelsteinen besetzt sind.
Bevorzugtes Legierungsmetall ist Kupfer, aber auch Iridium, Palladium und Ruthenium werden zulegiert.
Silber
Silber ist das Metall, das von allen Metallen das höchste Lichtreflexionsvermögen aufweist.
Silber war früher das bevorzugte Münzmetall, heute wird es zur Herstellung von Schmuck oder Gebrauchsgegenständen gebraucht.
Reines Silber wird vornehmlich für die Herstellung von Bank- und Schmuckbarren und Medaillen gebraucht.
Bevorzugtes Legierungsmetall ist Kupfer, vereinzelt kommt auch Zink in Frage.In der Schweiz sind neben dem Feinsilber (999), Silber 925 und 800 gesetzliche Feingehalte.
Rhodium
Rhodium ist ein zu den Platinmetallen zählendes Edelmetall.
In der Schmuckbranche wird Rhodium vor allem zum Überziehen von Silber, Weissgold, Platin und unedlen Metallen mit einer hauchdünnen, nahezu silberweissen Schutzschicht verwendet (Rhodium besitzt neben Silber das höchste Reflexionsvermögen für das auffallende Licht und erscheint deshalb dem Auge als sehr weiss).
Edelmetallkontrolle
Zur Überwachung des Edelmetallkontrollgesetzes wurde die Edelmetallkontrolle geschaffen.
Ungefähr 50 Spezialisten, die Edelmetallprüfer, die am Ende ihrer Ausbildung sogar auf die getreue Amtsausübung vereidigt werden, wachen darüber, dass alle in der Schweiz gekauften Edelmetall-, Mehrmetall-, Plaqué- und Ersatzwaren den gesetzlichen Vorschriften entsprechen.
In den über die ganze Schweiz verteilten zehn Kontrollämtern kann jedermann seine Schmuckstücke auf ihre Echtheit prüfen lassen.
Quelle
http://www.zoll.admin.ch/d/firmen/emk/emk.php
http://www.goldhandwerk.ch
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